Ratgeber · Homepage · 05.08.2026

Was muss auf eine Handwerker-Website?

Die kurze Antwort: fünf Dinge gehören auf jede Handwerker-Website — was Sie anbieten und für wen, Ihr Einzugsgebiet, ein sofortiger Weg zu Ihnen (Telefonnummer und Kontaktformular), Vertrauensbelege (Fotos echter Arbeiten, Referenzen) und die rechtlichen Pflichtangaben (Impressum und Datenschutzerklärung). Alles andere ist Kür. Wer diese fünf Bausteine sauber hat, ist weiter als die meisten Betriebswebsites.

Die fünf Pflichtbausteine

1. Was Sie anbieten — und für wen. Ein Besucher muss in den ersten Sekunden erkennen: Bin ich hier richtig? Nennen Sie Ihr Gewerk und Ihre Leistungen mit den Worten, die Ihre Kunden benutzen — „Heizung austauschen", nicht „Wärmeerzeuger-Modernisierung". Wer alles für jeden macht, bleibt für Google und für den Kunden unscharf.

2. Ihr Einzugsgebiet. Handwerk ist lokal. Schreiben Sie klar hin, wo Sie arbeiten — Stadt, Landkreis, die umliegenden Orte. Das ist genau die Angabe, nach der Menschen suchen („Elektriker in der Nähe"), und der wichtigste Hebel dafür, dass Google Sie den richtigen Leuten zeigt.

3. Ein sofortiger Weg zu Ihnen. Telefonnummer als anklickbarer Link, dazu ein einfaches Kontaktformular. Die Nummer gehört sichtbar nach oben, nicht nur ins Impressum. Jeder Klick mehr, den ein Interessent bis zum Kontakt braucht, kostet Anfragen.

4. Vertrauensbelege. Fotos abgeschlossener Arbeiten, ein Wort über Ihren Betrieb, Referenzen zufriedener Kunden. Menschen beauftragen Menschen, keine anonyme Firma. Echte Bilder von Ihren Projekten wirken stärker als jeder Werbetext.

5. Die rechtlichen Pflichtangaben. Ein vollständiges Impressum und eine aktuelle Datenschutzerklärung sind bei einer geschäftlich genutzten Website vorgeschrieben. Sie müssen leicht auffindbar sein und zum tatsächlichen Auftritt Ihrer Seite passen.

Was Handwerker-Websites oft vergessen

Was nicht drauf muss

Genauso wichtig wie das Richtige ist das Weglassen des Überflüssigen. Eine Handwerker-Website braucht keine automatisch startenden Videos, keine seitenlange Firmengeschichte auf der Startseite und keine Fachbegriffe, die nur Kollegen verstehen. Auch endlose Menüpunkte schaden mehr, als sie nutzen: Wer sich entscheiden muss, entscheidet sich oft für gar nichts.

Der Maßstab ist einfach: Hilft es dem Kunden, Sie zu verstehen und zu erreichen? Dann gehört es rauf. Wenn nicht, ist es Ballast.

Sie haben schon eine Website und sind unsicher, ob diese Bausteine sitzen? Unser kostenloser Homepage-Check prüft Auffindbarkeit, Mobiltauglichkeit, Ladezeit und rechtliche Punkte und zeigt schwarz auf weiß, wo etwas fehlt. Wer neu anfangen möchte, findet die Festpreis-Pakete offen im Shop — jeweils Setup plus monatliche Betreuung, alle Preise netto zzgl. MwSt.

Kurz beantwortet

Brauche ich als kleiner Betrieb überhaupt mehr als eine einzige Seite?
Für viele kleine Betriebe reicht eine gut gemachte einseitige Website vollkommen aus, solange die fünf Pflichtbausteine darauf Platz finden. Entscheidend ist nicht die Zahl der Seiten, sondern dass Angebot, Einzugsgebiet, Kontakt, Vertrauensbelege und Pflichtangaben klar zu finden sind.
Muss ich meine Preise auf die Website schreiben?
Bei individuellen Leistungen ist ein fester Preis oft nicht möglich, und das versteht auch der Kunde. Hilfreich ist stattdessen eine Orientierung: ein Stundensatz, eine Anfahrtspauschale oder ein „ab"-Preis für typische Aufträge. Das schafft Vertrauen und filtert Anfragen vor, die ohnehin nicht passen.
Reichen Fotos vom Handy oder brauche ich einen Fotografen?
Aktuelle Handykameras liefern für eine Website völlig ausreichende Bilder. Wichtiger als teure Technik sind gutes Tageslicht, ein aufgeräumtes Motiv und echte Arbeiten aus Ihrem Betrieb. Ehrliche Fotos Ihrer Projekte wirken glaubwürdiger als gekaufte Stockbilder, auf denen fremde Handwerker zu sehen sind.
Was ist rechtlich Pflicht auf einer Handwerker-Website?
Zu einer geschäftlich genutzten Website gehören ein vollständiges Impressum und eine Datenschutzerklärung, die zur Seite passt. Beide müssen leicht auffindbar und aktuell sein. Welche Angaben im Einzelfall nötig sind, hängt von Ihrem Auftritt ab — im Zweifel klärt das ein Fachkundiger. Unser Homepage-Check weist auf erkennbare Lücken hin.
Wie finde ich heraus, ob meiner Website etwas fehlt?
Gehen Sie die fünf Pflichtbausteine einmal selbst durch — am besten auf dem Handy, so wie Ihre Kunden es tun. Für einen unabhängigen Blick nutzen Sie den kostenlosen Homepage-Check: Er misst Auffindbarkeit, Ladezeit, Mobiltauglichkeit und rechtliche Risiken und liefert das Ergebnis als PDF binnen 2 Werktagen.

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