Was muss auf eine Handwerker-Website?
Die kurze Antwort: fünf Dinge gehören auf jede Handwerker-Website — was Sie anbieten und für wen, Ihr Einzugsgebiet, ein sofortiger Weg zu Ihnen (Telefonnummer und Kontaktformular), Vertrauensbelege (Fotos echter Arbeiten, Referenzen) und die rechtlichen Pflichtangaben (Impressum und Datenschutzerklärung). Alles andere ist Kür. Wer diese fünf Bausteine sauber hat, ist weiter als die meisten Betriebswebsites.
Die fünf Pflichtbausteine
1. Was Sie anbieten — und für wen. Ein Besucher muss in den ersten Sekunden erkennen: Bin ich hier richtig? Nennen Sie Ihr Gewerk und Ihre Leistungen mit den Worten, die Ihre Kunden benutzen — „Heizung austauschen", nicht „Wärmeerzeuger-Modernisierung". Wer alles für jeden macht, bleibt für Google und für den Kunden unscharf.
2. Ihr Einzugsgebiet. Handwerk ist lokal. Schreiben Sie klar hin, wo Sie arbeiten — Stadt, Landkreis, die umliegenden Orte. Das ist genau die Angabe, nach der Menschen suchen („Elektriker in der Nähe"), und der wichtigste Hebel dafür, dass Google Sie den richtigen Leuten zeigt.
3. Ein sofortiger Weg zu Ihnen. Telefonnummer als anklickbarer Link, dazu ein einfaches Kontaktformular. Die Nummer gehört sichtbar nach oben, nicht nur ins Impressum. Jeder Klick mehr, den ein Interessent bis zum Kontakt braucht, kostet Anfragen.
4. Vertrauensbelege. Fotos abgeschlossener Arbeiten, ein Wort über Ihren Betrieb, Referenzen zufriedener Kunden. Menschen beauftragen Menschen, keine anonyme Firma. Echte Bilder von Ihren Projekten wirken stärker als jeder Werbetext.
5. Die rechtlichen Pflichtangaben. Ein vollständiges Impressum und eine aktuelle Datenschutzerklärung sind bei einer geschäftlich genutzten Website vorgeschrieben. Sie müssen leicht auffindbar sein und zum tatsächlichen Auftritt Ihrer Seite passen.
Was Handwerker-Websites oft vergessen
- Mobil zuerst: Die meisten Ihrer Besucher kommen vom Handy. Eine Seite, die auf dem Telefon nur eine geschrumpfte Desktop-Version ist, verliert genau dort die Anfrage.
- Öffnungs- und Erreichbarkeitszeiten: Wann sind Sie ans Telefon zu bekommen, wie schnell melden Sie sich zurück? Diese eine Angabe erspart Ihnen und dem Kunden viel Hin und Her.
- Aktualität: Eine Telefonnummer, die nicht mehr stimmt, oder ein Team-Foto von vor zehn Jahren untergräbt genau das Vertrauen, das die Seite aufbauen soll.
- Ladezeit: Riesige, unkomprimierte Fotos machen die Seite langsam. Wer zu lange wartet, ist wieder weg, bevor er Ihr Angebot gesehen hat.
Was nicht drauf muss
Genauso wichtig wie das Richtige ist das Weglassen des Überflüssigen. Eine Handwerker-Website braucht keine automatisch startenden Videos, keine seitenlange Firmengeschichte auf der Startseite und keine Fachbegriffe, die nur Kollegen verstehen. Auch endlose Menüpunkte schaden mehr, als sie nutzen: Wer sich entscheiden muss, entscheidet sich oft für gar nichts.
Der Maßstab ist einfach: Hilft es dem Kunden, Sie zu verstehen und zu erreichen? Dann gehört es rauf. Wenn nicht, ist es Ballast.
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