Woran erkenne ich eine schlechte Website?
Die kurze Antwort: an handfesten, selbst nachprüfbaren Anzeichen — nicht am Bauchgefühl. Eine schlechte Website lädt spürbar langsam, sieht auf dem Handy zerschossen aus, versteckt Telefonnummer und Kontaktweg, wirkt optisch veraltet und taucht bei einer Google-Suche nach dem eigenen Betrieb kaum auf. Jedes einzelne dieser Anzeichen kostet Anfragen — unabhängig davon, wie gut der Rest der Seite gemeint ist.
Die Anzeichen, die jeder Besucher sofort spürt
- Ladezeit: Wer merklich lange auf Bilder oder das Menü wartet, klickt häufig weg, bevor die Seite überhaupt fertig ist.
- Mobile Darstellung: Ein großer Teil der Anfragen kommt vom Handy — oft unterwegs auf der Baustelle. Eine Seite, die dort zerschossen aussieht, verliert genau diesen Kontakt.
- Kontakt & Navigation: Telefonnummer und Kontaktmöglichkeit sollten ohne langes Suchen sichtbar sein — nicht erst nach drei Klicks.
- Design & Aktualität: Veraltetes Layout, alte Jahreszahlen oder tote Links wirken auf Besucher wie ein Betrieb, der nicht mehr aktiv ist.
Die Anzeichen, die im Hintergrund wirken
- Rechtstexte: Ein veraltetes Impressum oder eine unklare Datenschutzerklärung fallen Besuchern selten auf, sind aber ein Risiko, das im Hintergrund weiterläuft.
- Verschlüsselung (HTTPS): Fehlt sie, warnt der Browser sichtbar davor — für Besucher ein sofortiges Alarmsignal.
- Auffindbarkeit bei Google: Führt eine Suche nach dem eigenen Betriebsnamen und Ort nicht zur eigenen Seite, ist sie für neue Kunden praktisch unsichtbar — unabhängig davon, wie gut sie gestaltet ist.
Was das für Ihren Betrieb bedeutet
Wer wegen eines der oben genannten Punkte abspringt, hat vorher aktiv nach einem Handwerksbetrieb gesucht — die Nachfrage war also bereits da. Dieser Interessent ruft dann meist beim nächsten Treffer in der Suche an, nicht bei Ihnen. Die Website entscheidet in diesem Moment nicht darüber, ob es einen Bedarf gibt, sondern nur, wer den Auftrag bekommt.
So prüfen Sie es selbst in wenigen Minuten
- Die eigene Seite auf dem eigenen Handy öffnen — nicht nur am Büro-PC.
- Nach dem eigenen Betriebsnamen zusammen mit dem Ort googeln und schauen, was tatsächlich erscheint.
- Prüfen, ob Telefonnummer und Kontaktformular ohne Scrollen oder Suchen sichtbar sind.
- Impressum und Datenschutzerklärung öffnen und auf Vollständigkeit und ein aktuelles Datum achten (eine rechtliche Bewertung dazu ist Sache eines Anwalts, nicht dieses Ratgebers).
Wer keine Zeit für die Einzelprüfung hat: Unser kostenloser Homepage-Check prüft genau diese Punkte gebündelt und liefert das Ergebnis als unabhängigen PDF-Bericht.